Barfuß (alles ist lebendig)

Was empfindet man auf all den Straßen und Wegen aus Stein und Teer? Wie empfindet man die Berührung seiner Füße mit dem Erdboden? Ist es aufregend? Zärtlich? Ist es wirklich eine Berührung? Ist da eine Rührung? Wie empfindet man auf Straßen aus Stein und Teer? Wie wäre es, wenn meine Berührung der Erde eine zärtliche, aufregende und achtsame wäre? Wenn mit jedem Schritt auch jeder Moment durch Achtsamkeit – wie eine Berührung nackter Füße mit dem Waldboden, einem Moosteppich oder Flussbett … – aufregend, besonders und eine herrliche Entdeckung wäre? Meine nackten Füße sind für die Achtsamkeit, die Achtung des Mutterbodens, eines jeden Momentes gemacht. Nicht umsonst sind sind sie so kitzlig; es ist ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Bereitschaft, jeden Moment ganz wach zu begrüßen und einzutauchen in ihn. Mit den Füßen voran, in jedem Moment, ganz hier, ganz jetzt … Wann bin ich das letzte Mal barfuß gelaufen?

alte Briefe

Unter eines alten Baumes Wurzel hab ich Briefe ausgegraben, manche schon vergilbt. Von wem sie stammen? Vielleicht von meinen Großeltern oder deren Eltern … oder deren? Die Namen sind kaum mehr lesbar. Ich versuche darin zu lesen, doch die Schrift ist halb nur vertraut, halb fremd und verblasst dazu; Briefe wie die Fäden einer alten Beziehung, die einst zwei Menschen verbanden. Ich kann sie nicht mehr lesen, und ich brauch es nicht, ich hab verstanden, dass diese Fäden dabei sind zu verwesen. Ihr Inhalt geht mich nicht länger an. Doch gibt es etwas, das ich tun kann? Ich weiß! Ich werde sie mit Herzenssegen, der Reihe nach ins Feuer legen. So werden die Geschichten frei, die Buchstaben sich neu finden, zu neuem Liebesglück vielleicht verbinden, frei vom Kummer alter Tage.

I accept

I accept that often I chose
To turn my back on myself and those,
Who love me.

Out of a pain which – I thought – was me.
It took some time to see:
The pain and all I feel and see… is but a thing inside of me.
So how much wider than this pain
Must I be?

All I feel and see: inside of me.

So anything that comes my way:
I’m wide enough to embrace it,
To accept and face it.

Except…
To the depths of the oceans, trees,
And Mountains far,
And to the ground beyond your eyes
I can never see.
That is because they are…
You are as wide as me.

Worte-Weben

Wie ein Wolfsjunges
tapps‘ ich tappsig auf und ab,
an dem Ort, wo du gestern noch warst,
wo dein Geruch noch in den Zweigen hängt,
wo vielleicht noch eine Spur von dir im Moos
oder eine Faser deines Kleids an einem Dornzweig weht.

Es gibt noch so Vieles zu sagen,
und ich hab das gestern nicht erkannt,
so viele Dinge, dich zu fragen,
ich bin den ganzen Weg gerannt,
um noch einmal hier zu sein und zu sehen,
ob du noch hier
bist, oder auch nur eine Spur von dir.

Ich weiß nicht, ob du mich jetzt hörst
oder dich an meinem Hiersein störst –
ich war einfach viel zu schüchtern,
viel zu zahm und viel zu nüchtern,
hab den Rausch in meinem Blute unterdrückt
und aus der Not den Tintenstift gezückt,
um dir zu sagen, dass ich liebe
wie du bist
und gern an deiner Seite bliebe,
ich habe dich, so lange schon,
vermisst.

Jetzt bin ich hier
und stapfe Worte in den Wald,
noch immer keine Spur von dir,
langsam wird’s dunkel – und mir kalt.
Ich hab jetzt alles hergegeben,
was an Sehnsucht in mir war,
mir blieb nur dieses Worte-Weben,
um dir zu sagen: Ich bin da.

… mit jedem Tag ein Stück erweitern

Ich bin nicht, was ich denke – eher doch das Glück, das ich verschenke. Ich habe so viel nachgedacht, und fand mich am Ende doch dafür nur ausgelacht; vom eignen Innern still belächelt in meinen Versuchen, mit Gedanken zu erringen, was ich bin. Doch ich glaube: Ich ähnle eher einem Lied, und das lässt sich nicht denken – nur singen. In Gedanken habe ich versucht eine Messlatte zu überspringen, die zum Springen viel zu hoch ist … sie liegt dort für mich, doch nicht zum Scheitern, sondern zum Entdecken meiner Adlerschwingen. Es geht doch nicht ums Scheitern, sondern darum, dass wir uns mit jedem Tag ein Stück erweitern.

Erfinden und Schöpfen

Woher kommen Geschichten? Kann man etwas erfinden? Vielleicht ist dies ja genau das richtige Wort: Er-bauen, er-sinnen, er-denken, er-mächtigen, er-höhen, – der Vorsilbe „er-“ wohnt etwas Ursächliches inne. Aber wie kann man dann etwas er-finden, etwas verursachen, das schon da ist? Das Wort „Schöpfen“ sagt Ähnliches: Bedeutet Schöpfen nicht, etwas Neues zu erschaffen? Und doch sprechen wir davon, aus etwas zu schöpfen – aus dem Vollen zum Beispiel, aus reichhaltigen Erfahrungen oder aus einem Suppenkessel. All das sagt doch, dass man als Erfinder, als schöpferisches Wesen (das wir doch sind?) scheinbar in einem Widerspruch steht. Einerseits sagen wir, dass der Erfinder in uns etwas Neues in die Welt bringt. Aber kann das stimmen? Die Erfinder des Flugzeuges haben ganz sicher etwas Neues in die Welt gebracht. Aber sie haben nicht die Prinzipien und Naturgesetze erfunden, durch die das Flugzeug zu Fliegen imstande ist. Vielmehr haben sie eine physische Konstruktion geschaffen, die sich mit den Naturgewalten und -gesetzen „versteht“ und „verbindet“; eigentlich, wie der Vogel, ein Art Abbild, ein Bewohner des Windes ist. Das Flugzeug ist also eine echte Er-findung. Man hat Dinge (Naturgesetze) entdeckt, gefunden und aus dem Gefundenen dann etwas er-funden: eine Möglichkeit zu fliegen. Es scheint, als wäre das, was der Mensch erschaffen kann, nie etwas ganz und gar Neues, sondern eher ein Entdecken, ein Erkunden von etwas Größerem, Umfassendem, Natürlichem. Vielleicht ist das Natürliche das Wahre, weil es vom menschlichen Verstand unbeeinflusst ist; vielleicht hat das Schöpfen und Kreativsein grundsätzlich etwas mit dem Fliegen lernen gemeinsam: Kräfte zu entdecken, die schon immer da waren, die bereit sind, uns zu tragen und, wie der Wind auch, vielleicht so etwas wie der Inbegriff der Sehnsuchtserfüllung sind (wie beim Segeln übers Meer und beim Fliegen. In beidem spielen Wind und Sehnsucht eine tragende Rolle). Nur muss man, um diese Kraft zu nutzen vielleicht ein wenig mit ihr vertraut werden, bemerken, dass sie überhaupt da ist. Und das geht möglicher Weise wie beim Wind: Man spürt ihn auf der Haut, aber erst so richtig, wenn man seine Flügel breitet. Und das letzte entspricht dem Erfinden des Fluggeräts, dem Fliegen lernen, dem schöpferischen Sein; seine Flügel auszubreiten – was immer das für jeden einzelnen bedeuten mag. Dann ist es verständlich, dass unser schöpferisches Wirken dann einen besonderen Erfolg, eine besondere Ausstrahlung hat, wenn sich in diesem Wirken ein Verstehen und Erkennen der Natur, des großen Zusammenhangs, in dem wir leben, widerspiegelt. Und für dieses Erkennen haben sich der Menschheit zwei Wege gebahnt: ein wissenschaftlicher und eine spiritueller; ein rationaler und ein intuitiver; einer, der gedanklich begründet, was er entdeckt und einer, der seinen Empfindungen ohnedies vertraut. Und auch, wenn diese beiden vielleicht Geschwister sind, wie die linke und die rechte Hand, haben die menschlichen Vertreter der beiden Richtungen einander oft verspottet und auf einander herab gesehen. Obwohl man doch weiß, dass für die wirklich wichtigen menschlichen Gesten beide Arme und Hände notwendig sind: Umarmen, klatschen, ein Neugeborenes halten, Teig kneten, einen Motor reparieren und beten – diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ein Vogel in den Lüften – zwischen Wald und Wolken

Wäre man an jenem Abend wie auf Adlerflügeln durch die Lüfte geglitten, man hätte die Sonne hinter den grauen Bergen im Westen versinken sehen; man hätte eine kleine Gruppe von Walfischen bemerkt, die in den schwindenden Strahlen der Abendsonne in einer felsigen Bucht spielerisch ihre Luftsprünge vollbrachten. Im Wald aber, der sich wenige Meilen nordöstlich der Bucht über ein weites Gebiet gen Norden erstreckte, wäre es beinah schon dunkel gewesen. Nur wenig Licht drang noch durch das Geäst der alten Eichen, die bereits mehrere Menschenleben überdauert hatten. Der Wald selbst aber war so alt, dass auf diesem Gebiet vor ihnen schon andere Eichen gestanden hatten, die irgendwann so alt und morsch geworden waren, dass der Lebensgeist sich eine neue Heimat gesucht hatte. Sie waren verfallen und wieder zu Erde geworden und hatten den Wald der Obhut der jüngeren Eichen, deren mächtige Kronen man an diesem Abend von hoch oben aus den Lüften sehen konnte, überlassen. Doch das Waldesinnere lag bereits im Dunkel. Die Tagesgeschöpfe hatten sich zur Ruhe gelegt und die Tiere der Nacht fühlten ihre Zeit gekommen. Doch dort, etwas weiter nördlich hätte man mit scharfen Augen einen kleinen Lichtfleck zwischen den Bäumen ausmachen können. Mitten im Herzen des Waldes – weitab von dort, wo die Straßen und Wege der Menschen verliefen. Dort, wo man diesen Lichtfleck ausmachen konnte, war noch nie eine Menschenseele gesehen worden – weder von einem Tier noch von einem Baum. Und diesen beiden gemeinsam entging nichts von dem, was im Wald vor sich ging. Doch woher stammte dann dieser Lichtfleck mitten im tiefsten Wald?

Ein Abschiedssamenkorn

Du bist fort und der Garten liegt einsam hinter dem Haus. Wer wird nun neue Blumen pflanzen, die Sträucher pflegen, die Bete bereiten und im Frühjahr die Gemüsesaat in die Erde bringen? Du bist nicht mehr hier und der Garten liegt hilflos dort. Mich hat der Mut verlassen – alleine kann ich es nicht tun. Du hast eine Leere hinterlassen, in mir, in unserem Garten; eine Leere, die mich frieren lässt; die ich gefürchtet habe. Eine Leere, die zeigt, wie viel Du mir bedeutet, wie viel Du, auch für mich, getragen hast?
Und doch… da ich nun die Pflege des Gartens in meine Hände nehme, lege ich als erstes meinen Schmerz in die Erde, denn an ihm kann und will ich nicht vorbei; lege ihn in die Erde wie einen Samen, wie alles ein Samen sein kann. Vielleicht wird dann dieses Gefühl von Verlust sich öffnen, Wurzeln bilden, erste zarte Blätter entfalten und leise, ganz vorsichtig, mit jeder Wurzel, jedem Blatt ein wenig mehr, in ein leises, trautes Zwiegespräch mit den Himmelskräften, mit der Erdenmutter eintreten; wie es jede Pflanze tut, die sich aus ihrer Samenhülle befreit.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so tief fallen, fühlen würde; so einsam und verunsichert mich wiederfände. Vielleicht hat jeder Lebensumstand, jedes Empfinden seinen Platz und seine Stimmigkeit; auch das tiefe, niedrige Empfinden ist ein Samenkorn, das zur Aussaat gedacht ist; es braucht eine Hand, die es in die Erde legt, als einen Akt des Annehmens, des Vertrauens, damit es in ein leises, trautes Zwiegespräch mit Himmelskräften und Erdenmutter eintreten und sich verwandeln kann – in mir wie in der Außenwelt.

Augen des Abendhimmels

Kleine, aufsteigende Laternen. Sehen und fühlen, wie sie schwerelos werden und abheben, langsam steigen in die warme, dunkle Luft eines mit neugierigen Augen blickenden Abendhimmels – mehr wie ein Kind, mehr wie ein Greis? Ich könnte es nicht sagen. Auf uns herunter blickend als wüssten sie etwas über uns, auf dessen Entfaltung sie hinblickten; vielleicht sogar, all die Zeit, nichts anderes sähen als diese Entfaltung. Ein Mensch – ein Geheimnis, das sich selbst sucht? Wie ein Auge, das versucht, sich selbst zu erblicken? Etwas, das sich nur erblicken kann, indem es sich verwirklicht? Vielleicht ist das die Wurzel der Kreativität …

Wenn die Tagesgeschöpfe in ihren Schlaf gefunden haben, scheint der Himmel neu zu erwachen. Aus dem einen, hell lodernden Feuer des Tages werden dann tausend kleine Kerzenlichter, die Weite verheißen … Weite und Gesellschaft … Ein Meer von Sonnen in der Ferne, in das ich tauche, das durch meine Augen in mich eintaucht, das fern ist und doch so gegenwärtig und lebendig – Düfte und Klänge in meinem Herzen, meinem Gefühl. Das alles ruft mich. Nicht zu sich hin. Mehr in mich hinein, wo ich es fühle. Und hier? Hier weht dazu ein lauer Abendwind über meine Haut. Hier ist Gras unter meinen nackten Füßen – der träumerische Ruf eines Nachtvogels zwischen den Bäumen nicht fern. Und über und in allem die ruhig atmende Ruhe der Nacht.

Das alles sehe ich in den Augen des Abendhimmels, das alles und mehr, fühle ich, sieht er in mir. Und ich lerne, erinnere mich, dass, wie die Augen des Abendhimmels, auch meine Augen etwas sehen können – in mir, in anderen. Und, dass dieses Sehen einen Funken in mir und anderen zum Wachsen und Leuchten bringt.

Ich glaube Verehrung, Staunen kann ein Anfang sein. Verehrung für den Nachthimmel, für die Natur und für mich selbst, als einem Teil von ihr. Bringe ich dem Nachthimmel Verehrung entgegen, beginnt er in mir zu sprechen. Verehre ich die Natur, werden ihre Bilder, ihr Segen in mir lebendig. Wovon spricht die Natur und … wessen Sprache ist sie?

Ein wachsendes Wunder

Ich gehe durch meinen Garten, fühle Saatkörner in meiner Hand – ich bin berauscht; ein jedes Korn ist eine volle Pflanze, ein voller Baum und ich werde sie sorgsam in die Erde setzen und dann dem Wunder beim Wachsen zusehen. Aber was ist an den Pflanzen, dass Erde und Kosmos sich… ja, in sie hineingeben? Die Antwort liegt für mich darinnen: Die Pflanzen sind eine Verkörperung, eine sichtbar gewordene Berührung, ein sichtbares Ineinander-Fließen von Himmel und Erde… ein gezeugtes Kind… die Spur eines immerfort fließenden Liebesaktes.
Ich liebe die Bäume und finde, dass sie eine sehr würdige Verkörperung dieser Liebesbegegnung sind und es wundert mich nicht, dass den Pflanzen im Laufe der Zeitalter seitens der Menschen immerzu Verehrung zugeflossen ist. Ich glaube, dass wir in den Pflanzen immer schon etwas wiedererkannt haben, das auch in uns lebt. In den Pflanzen sehen wir klar, was auch uns innewohnt, was uns aber, da uns, im Gegensatz zu den Pflanzen, eine unendliche Zahl an Beschäftigungs- und Ablenkungsmöglichkeiten gegeben ist, in Vergessenheit geraten kann. Und so stehen sie dort, kleine und große wachsende Wunder, und erinnern mich daran, dass ich ein Kind des Himmels und der Erde bin, und dass ich, wie die Saatkörner in meiner Hand, selbst auch einmal in der Hand von etwas größerem geruht habe, dass mich sorgsam auf der Erde platzierte und nun seinem Wunder beim Wachsen zusieht.

Vertraute, fremde Welt

Es ist ein Land in mir, dessen Geruch mir vertraut ist. Ich kenne es, weil ich es bin, der es durchwandert; kenne die Pflanzen, die dort wachsen, weiß um die Bäume die dort stehen und wenn ich sie auch nicht bei ihrem Namen kenne, so doch bei ihrem Wesen und wenn ich sie erkenne, dann an etwas Tieferem als einem Namen… Gerüchen, Bedeutungen, Tönen, Wesenszügen… an all dem, was ihren Namen hervorbringt. Sie ist mir vertraut und gewohnt diese Welt und doch voller Abenteuerlust, Erneuerung und Bewegung. Auch, weil sie – die meine – anderen Welten begegnet und dann… geschieht etwas ganz Neues…
Ich sage ‚Du bist auch etwas, das mir fremd ist‘ und mancher versteht das als etwas Schlechtes. Ich aber sage: Lasse dir Zeit mit der Fremdheit und schätze sie, denn dann vielleicht wird sie sich wandeln in etwas, dass dich berührt und beschenkt. Denn sie ist mehr, ist anderes noch als die Vertrautheit und vielleicht wird dein Herz aufgehen wie du die Sonne am Morgen aufgehen siehst, wenn du die Fremdheit einmal still betrachtest und vielleicht fühlst, welch Geschenk sie dir macht.
Sie ist ein Strom, sie ist ein Geschenk, sie ist ein Stein, den du in der Hand halten und wiegen und fühlen kannst, und der dir doch verschlossen, auf eine letzte zärtliche Weise fremd bleibt. Und doch kann er Freund sein, ein tiefer Freund, und muss und darf doch auf eine letzte, sanfte, gnädige Weise fremd bleiben. Fremdheit ist sanft, ist gnädig, zärtlich – ein Geschenk. Ein Letztes von ihr begleitet alles: jede Liebe, jede Freundschaft, jeden Kuss auf Erden… Sie ist das Letzte darin, der Grund, warum wir weitergehen, zu immer neuen Erlebnissen finden.
Sie soll nicht bedrohen, sie soll einfach da sein; als ein hingegebener Gruß eines liebenden Universums… ein Geschenk, eine stetig fließende Einladung zu einer weiteren Entdeckung. In Dankbarkeit empfangen, gibt sich aller Segen preis.

Waldweg

Ich ging einen Waldweg
Und fühlte die Bäume um mich träumen,
Sah sie wie alte Freunde meine Wege säumen.

Ich sah Verwandtschaft um mich her,
Sah sie hingegeben, leise
Dem Himmel lauschen wie ein Kind dem Greise.

Ich sah die Bäume Beispiel geben
Für ein erfülltes Erdenleben:

Dem inneren Himmel friedlich zu lauschen,
Meine Träume gegen Trüge nicht zu tauschen,
Die Wurzeln vertrauend ins Erdreich zu senken,
Und schließlich, meine Früchte in die Welt zu schenken.